Aus der RNZ vom 8. 4. 1998:

(...) 6 Bands ließen es am Samstag abend in der Strahlenberger Schulturnhalle so richtig krachen. Darunter so klangvolle Namen wie "Wooden Cross" und "Scary Sad". (...) Aber nun zum eigentlichen Geschehen, das fünf Stunden dauerte und gegen halb eins in der Nacht sein Ende fand. Da nämlich legten die Lokalmatadoren "Wooden Cross" endgültig die Instrumente aus der Hand, auch wenn sie liebend gerne noch weiter musiziert hätten. Doch die abgelaufene Konzession ließ das eben nicht mehr zu. Jedenfalls verschafften die vier Mannen vom hölzernen Kreuz dem Mammut-Konzert einen Abschluß nach Maß. (...) Kein Wunder, präsentierte die Combo doch einen Knaller nach dem anderen, darunter auch zwei neue Stücke in deutscher Sprache. Wie die meisten wissen werden, spielt das Quartett aus der Weinstadt eine Mischung aus Metal, Punk und Hardcore - versehen mit christlichen und sozialkritischen Texten. Der neue Bassist Andreas Potreck feierte am Samstag übrigens Konzertpremiere. Und Daniel Meisinger (Gesang und Trompete), Simon Küsters (Gitarre) und Jens Nobiling (Schlagzeug) waren vollauf zufrieden mit ihm.

Aus dem Lokalanzeiger vom 24. April 1997

Schriesheims Vorzeigeband?

Schriesheim. (bl) Seit ungefähr 3 Jahren gibt es diese Band nun schon: Wooden Cross, gebildet von vier jungen Leuten aus Schriesheim und Leutershausen im Alter zwischen 19 und 20, spielen (in der Besetzung Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug) eine Mischung aus Hardcore und schnellem Punk-Rock mit schwachen bis starken Einflüssen aus allen Stilrichtungen, die die Welt so kennt: von Reggae über Ska bis hin zu Funk und Crossover. Konzerte von Hannover bis Reutlingen, Auftritte u. a. mit den Farmer Boys, Across the Border, Quick & the dead und Slap Bang Weezle sowie ein im letzten September erschienenes Demo haben die Band auch über Schriesheim hinaus bekannt gemacht. Bei den Texten stehen christliche Gedanken und persönliche Erfahrungen aus dem eigenen Christsein der Musiker im Vordergrund. Für die kommenden Monate ist wieder eine Aufnahme geplant. Neugierig Gewordene können Wooden Cross am 2. Mai im Café Central Weinheim (im Rahmen eines Nachwuchswettbewerbes) und am 3. Mai (auf einem Festival in Erfurt) hören.

Mehr Informationen bei: Simon Küsters, Hebelstr. 22, 69493 Hirschberg, Tel.: 06201/590255

 

Aus dem Lokalanzeiger 18. Juli 1996

(...) Sieben Bands heizten beim 3. SMV Open-Air so richtig ein (...), wie die christliche Hardcore-Gruppe "Wooden Cross", die mit ihren selbstgeschriebenen Songs begeisterte. Schließlich können sie schon auf zahlreiche Auftritte im süddeutschen Raum zurückblicken (...).

Aus der RNZ vom 31. 7. 96

Frische Klänge aus der Weinstadt - bei "Wooden Cross" wird die Stilvielfalt großgeschrieben

Schriesheim. Frische Klänge aus Schriesheim hat die Formation "Wooden Cross" zu bieten. Ihren Musikstil beschreiben sie selbst als Hardcore -ein geradliniger und schneller Stil. Ihr Hardcore ist mit allerlei Stilelementen versetzt. Hier klingt der Punk heraus, da der Reggae und dort der Grunge. Funky Gitarren dürfen da natürlich auch nicht fehlen.

"Wooden Cross" sind: Jens Nobiling, Christian Weber, Daniel Meisinger und Simon Küsters. Sie sind zwischen 18 und 20 Jahre alt. Bis auf Jens Nobiling, der gerade seinen Zivildienst ableistet, sind alle Schüler des Kurpfalz-Gymnasiums. "Wir sind sehr verschieden und hören auch ganz unterschiedliche Musik." Das wirkt sich natürlich auf die eigene Musik aus. Der Produzent ihres gerade aufgenommenen Demo-Tapes hat gar vorgeschlagen, daß die Jungs sich wegen ihrer Musik "Stilbruch" nennen sollten. Das Demo wird ab September zu kaufen sein.

Die Vielfalt ist das Bestreben von "Wooden Cross", denn "wir wollen etwas Ureigenes machen". Seit rund zweieinhalb Jahren sind die vier zusammen. In dieser Zeit haben sie zehn Konzerte gespielt. Darunter auch das SMV-Konzert der Kurpfalz-Schule "Open Ear". "Wir wollten einfach nur gemeinsam Musik machen" beschreibt die Band die Motivation zum Zusammenschluß. Sofort war für die jungen Christen klar, daß der christliche Gedanke im Vordergrund stehen sollte. Bei den wöchentlichen Proben entstanden Songs wie "Human world", "Quod erat demonstrandum" oder "How".

Im melodischen, aber durchaus harten Stück "Human world" ist auch gleich die Botschaft verpackt, daß man sein Leben selbst in die Hand nehmen sollte. Und: "Jeder Tag ist Gottes Tag, für Dich gemacht." Allerdings sind die Texte in Englisch gehalten. Ausschließliche Songwriter gibt es in der Band nicht.

Gegen Satanismus, der ja bekanntermaßen auch in Schriesheim um sich greift, setzt sich die Combo in "Quod erat demonstrandum" ein. Vor allem soll die Gefährlichkeit dieses Kultes aufgezeigt werden. Die Musik dieses Stückes ist aggressiv. Träge und schleppende Riffs wechseln sich mit schnellen ab. Hin und wieder wird Sprechgesang eingesetzt. Neben zahlreichen Breaks und flinken Gitarrensoli fiel der eingängige Chorus "Quod erat demonstrandum" auf.

Das Leitbild der Band: "Jeder darf so sein, wie er ist", fließt in "How" ein. Vorurteile der Gesellschaft werden angeprangert. Die Band war auf der Suche nach einem passenden Namen, da erreichte sie ein Schreiben von einer Brieffreundin aus Kanada. Diesem waren Benennungsvorschläge beigefügt. "Wooden Cross" gefiel den Schriesheimern so gut, daß sie den Namen auf der Stelle übernommen haben.

Der Spaß steht bei der Gruppe eindeutig im Vordergrund, aber auch erfolgreich will man sein. Mehr Konzerte spielen und vielleicht sogar mal eine Platte aufnehmen. Da die musikalische Zukunft für die fünf Musiker noch nicht klar ist, hoffen sie, "daß wir weiterhin zusammenbleiben". Vorbilder im eigentlichen Sinne haben die Mannen vom Hölzernen Kreuz nicht. Nur Leute, an die sie sich anlehnen.

Man darf gespannt sein, was die junge Formation aus ihren vielversprechenden Ansätzen in Zukunft entwickelt. Wer neugierig geworden ist, kann sich "Wooden Cross" beim Remchinger Musikfestival "Saft" anschauen und anhören. Es findet vom 27. bis 28. September statt. mb

 

Aus der Schülerzeitung "Locus" des Kurpfalz-Gymnasiums Schriesheim

"meg Akarsz Halni?" heißt die frisch erschienene Demokassette von Wooden Cross aus Schriesheim. Zwanzig satte Minuten dauert die Produktion, die für schlappe zehn Mark käuflich erworben werden kann. Das sind zwei Mark pro Lied oder eine Mark fünfundzwanzig pro Aufnahmespur. Und das können sich sogar die ärmsten Schüler leisten.

Es geht gleich schon mal gut los mit "Human world", für eingefleischte Fans ein Begriff. Gefühlvolle Akustikklänge entführen den Hörer in eine Welt aus Reggae und Punk. Als zweites Lied folgt der Hardcoreknaller "Q.E.D.", ein Begriff für eingefleischte Mathematiker. Das Lied ist auch prompt eine Mischung aus 4/4, 5/4 und 9/4 Takt. Jetzt muß man die Kassette umdrehen und es geht weiter mit dem Live-Abräumer "Poor little pigs", incl. Volxmusikintro. "Wie geht's dir (du Idiot) ?" fragt Daniel M. im nächsten Lied den interessierten Hörer und hat damit sicherlich alle Sympathien auf seiner Seite. Als Bonustrack folgt noch das locker flockig live eingespielte Titellied der Demo, "Meg akarsz halni?", in dem klar gemacht wird, daß eine Ratte und Gott doch entscheidend unterschiedliche Meinungen von den Menschen haben.

Produziert wurde das epochemachende Werk übrigens von Michael Sengle von Pleitegeier Records (Pfinztal).

Schüler, Lehrer, Fans, Freunde, greift zu, sonst isses vergriffen!